Hürth | 25.04.2022

75 Jahre ALFRED TALKE: Auf nach Kalscheuren 1968 – 1975

Ende der 1960er Jahre hat sich das Rheinland endgültig zur Chemie-Region entwickelt. So wie die zahlreichen Kunden aus der chemischen und petrochemischen Industrie wächst auch TALKE in dieser Zeit kontinuierlich weiter. Mitten in dieser spannenden Zeit tritt 1968 Armin Talke sen. im Alter von 26 Jahren in das Familienunternehmen ein.

Schon bald darauf steht für TALKE eine strategische Entscheidung an, die das Gesicht des Unternehmens bis heute mitprägen wird: Das ursprüngliche Firmengelände im Zentrum von Hürth ist im Jahr 1970 vollständig ausgebaut. Platz für weiteres Wachstum bietet dagegen Kalscheuren, das damals noch außerhalb der Stadtgrenzen Hürths liegt. Nach langen Verhandlungen mit der Stadt beginnen schließlich die Bauarbeiten an der Max-Planck-Straße.

Kalscheuren wird zum neuen Hauptsitz von TALKE

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten beginnt die Verlegung des Hauptsitzes von TALKE, der 1973 abgeschlossen wird. Zu den großen Vorteilen in Kalscheuren gehören eigene Abfüll- und Lagerkapazitäten. Zudem verfügt das Unternehmen hier über eine dezidierte Lkw-Werkstatt. Der Grundstein für weiteres Wachstum mit unseren Kunden und einen noch besseren Service ist gelegt.

Ein prägnantes Beispiel für dieses Wachstum ist der TALKE-Standort in Stade. Er entsteht ab 1972 zeitgleich mit einem neuen Werk von Dow Chemical. Durch den Auftrag des Chemieproduzenten ist TALKE nun auch nahe der norddeutschen Hansestadt Hamburg vertreten. Treiber für den Bedarf an zuverlässiger Speziallogistik für die chemische Industrie ist auch in den 1970er Jahren die Entwicklung neuer innovativer Werkstoffe. So erzeugt die Röhm GmbH den Hartschaumstoff Polymethacrylimid (PMI). Der Werkstoff ist hoch wärmeformbeständig, dauerschwingfest und zeichnet sich durch eine hohe Steifigkeit aus. Eingesetzt wird er bis heute vor allem im Flugzeug- und Autobau sowie in der Medizintechnik.

Ludwigshafen und der Aufbau einer intermodalen Logistik

Aufgrund der rasanten Entwicklung des Industriezweiges wird es auch in anderen Chemieregionen für TALKE immer wichtiger, möglichst direkt bei Kunden präsent zu sein. Einer dieser Standorte ist Ludwigshafen am Rhein. Die Stadt ist heute Stammsitz der BASF und der Mittelpunkt einer der weltweit größten Chemiestandorte. Um die eigene Präsenz bei der süddeutschen Chemie früh zu stärken, nimmt TALKE daher 1974 ein neues Logistikzentrum inklusive Hochsiloanlage in Ludwigshafen in Betrieb.

Nach Hürth und Düsseldorf wird Ludwigshafen damit der dritte TALKE-Standort am Rhein. Die unmittelbare Nähe zu einer der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt ist nicht zufällig. Insbesondere für die chemische Industrie im Rheinland wird der Hafen Köln-Niehl ein immer wichtigerer Umschlagplatz für flüssige Chemikalien. Alfred Talke sen. erkennt dies und sichert sich 1975 mit einem eigenen Logistikzentrum den perfekten Anschluss an die Schifffahrt. Zudem verfügt der Standort über einen eigenen Gleisanschluss. Der Grundstein für intermodale Transportleistungen wie der Umschlag von Tankschiffen in Tankwagen oder?-container ist damit gelegt. Auch der Familienbetrieb selbst wächst weiter: Norbert Talke, Bruder von Armin Talke sen., tritt im Alter von 27 Jahren ebenfalls ins Unternehmen ein.

Über die TALKE Gruppe

Die TALKE Gruppe und die dazugehörigen Joint-Ventures zählt mit mehr als 4.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Europa, dem Nahen Osten, Indien, China und den USA zu den führenden Supply Chain-Partnern der chemischen und petrochemischen Industrie. Kernkompetenzen des 1947 gegründeten Unternehmens sind der Transport, die Lagerung und der Umschlag gefährlicher und harmloser Stoffe aller Aggregatzustände sowie spezifische Beratung, Design, Bau und Implementierung logistischer Strukturen, Gebäude, Prozesse und Anlagen. www.talke.com

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